10.06. Neue Reise mit neuen Leuten.
Pünktlich ist unsere Lufthansa-Maschine auf dem Kansai-Flughafen gelandet. Unser Hotel liegt in Namba, einem Stadtteil Osakas bezogen. Bei sonnigen 30 Grad im Schatten haben wir den ersten Rundgang durch das Namba-Einkaufsviertel gamacht und das erste gemeinsam Mittagessen probiert:
Sushi, Udon, Fisch...
11.06. Heute Vormittag sind wir zur Burg Osaka gefahren.
Am Nachmittag waren wir auf dem Schwebendem Garten des Umeda Sky Buildings in 173 m Höhe und haben die Aussicht genossen, die allerdings durch die grosse Hitze etwas dunstig war.
12.06. Ein Tagesausflug nach Nara, der alten Hauptstadt mit dem Großen Buddha war heutiger Programmpunkt. Leider ließ Herr Koyama die Kamera im Hotel, so dass es keine neuen Bilder gibt.
13.06. Mit dem Shinkansen Superexpress geht unsere Rundreise weiter nach Takehara, einer Kleinstadt an der Küste, von dort brachte uns eine Fähre auf die Insel Ohkunoshima. Es regnet.
14.06. Der Regen ist dem Sonnenschein gewichen. Die Fähre um 9.45 bringt uns nach Tadanoumi. Eine kleine Wanderung von 1,5 Std. führt uns zum Gipfel des Kurotakisan auf 266m. Der Blick von hier oben ist herrlich. Abends um 23.00h spielte Japan gegen Kamerun: 1:0. Vom Deutschlandspiel waren nur Ausschnitte zu sehen.
15.06. Per Regionalzug setzen wir die Rundreise fort. Gegen Mittag erreichen wir Hiroshima, wo wir das Friedensmuseum besichtigen. Zwar regnet es, doch mit 22 Grad ist es nicht kalt.
Der starke Regen hält sich bis zum frühen Abend, doch gegen 17.30 endet der schier endlose Regenstrom abrupt.
16.06. Schon beim Aufstehen begrüßt uns strahlender Sonnenschein. Es ist wie ein Wunder. Ab 8 Uhr geht es mit der Straßenbahn Richtung Miyajima. Von der Fähre aus sehen wir schon das schwimmende Tor. Auf der Insel bringt uns eine Seilbahn -manche erklimmen den Berg zu Fuß in 90 min -, hinauf zum Gipfel des Misen. Der Himmel ist blau, und doch sind nur wenige Touristen unterwegs. – so wurde der Ausflug ein Genuß.
17.06. Den heutigen Tag gestaltet jeder nach Gutdünken. Es trifft sich, dass mit 31° der Sommer Einzug hält. Einige Teilnehmer fahren mit Koyama-san in eine Onsen Wellness-Landschaft. Dort entspannten wir bis 16 Uhr mit Bädern in verschiedenen Quellen und Saunieren. Das macht natürlich Appetit und mit Okonomiyaki à la Hiroshima lockt eine lokale Delikatesse, die man probiert haben muss!
19.06. Schon die Nacht zeichnete sich durch starke Regenfälle aus. Am Bahnhof dann kündigte man Verspätungen von 10-15 min an, wegen starken Regens. Zugverspätungen sind auf uneren Japan Rundreisen eine echte Ausnahme. Kurz nach dem Aussteigen aus dem Bus, fällt einem Teilnehmer auf, dass er das Geld im Bus hat liegen lassen. Gerade in diesem Moment ist kein Taxi für die Verfolgung in der Nähe. Wertvolle 5 Minuten verstreichen, endlich im Taxi ist der Vorsprung des Busses schon zu groß, ihn noch zu erreichen. Also fuhren wir zur Buszentrale, wo man uns mitteilte, wir sollten gegen Mittag anrufen. Nach der Mittagspause im chinesischen Lokal erfuhren wir dann: Der Geldbeutel wurde gefunden – wir könnten ihn bis 17 Uhr abholen kommen! Am Abend spielte Japan gegen die Niederlande. Zwar ging das Spiel mit einer 0:1 Niederlage aus, aber das japanische Team hatte sich wacker gehalten.
20.6. Es regnet nicht, doch es ist sehr schwül. Der Zug war pünktlich wie eh und je und niemand hat etwas verloren. Alles lief nach Plan. Zum Dank dafür lud Koyama alle Teilnehmer zum Abendessen ein. Heute noch im Programm: Slowakei gegen Paraguay.
21.06.
In Japan sagt man: Auch ein Affe fällt mal vom Baum- Und selbst der Experte Koyama nimmt mal den falschen Zug. Auf dem Weg nach Yamazaki stieg Koyama in den schnellen Express, der aber nicht in Yamazaki hält. So musste an der nächsten Station in den Pendlerzug zurück gewechselt werden.
Ab 10.30 Uhr beginnt die Wanderung, nachdem wir im Supermarkt etwas Verpflegung eingekauft hatten. Auf dem Weg begegnen uns nur 2, 3 Japaner. Plötzlich verdunkelt sich der Himmel und es zieht sich zu. Welch Glück, dass wir gerade eine Pause in einer überdachten Hütte eingelegt hatten. Unterwegs vermissen wir mit einem Male 2 Teilnehmer, nach 5 Minuten Wartezeit entschieden wir, weiter zu gehen. Dank der detaillierten Beschreibung im Reiseverlaufsbroschüre, weiß jeder Teilnehmer immer über die Planung Bescheid. Yamazaki ist ein kleiner Ort und so treffen wir die verlorenen Schäfchen am Bahnübergang wieder. Danach beginnt die Besichtigung der Yamazaki-Whiskyfabrik. Bei der Besichtigung der Produktionsräume sind wir mit 2 Japanern und 2 Kindern praktisch unter uns. Nach der Führung tranken wir ein paar Whisky und das gute Wasser, dass den Yamazaki Single Malt auszeichnet.
22.06. Heute ist eigentlich ein Ruhetag, aber Herr Koyama fährt nach Sakamoto (am Biwasee) und steigt zu Fuss auf den Hieizan. Der Weg ist anfangs sehr steil und schlecht ausgeschildert, aber nach 3 Stunden anstrengender Wanderung ist der Aufstieg geschafft. Unterwegs waren nur Bäume zu sehen und an Lebewesen nur zwei Rehe. Leider gab es keine Ausblicke auf den Biwasee. Für den Abstieg benutzt er deshalb die Seilbahn. Der Hieizan ist das Gegenstück zum Koyasan - Das Zentrum der buddhistischen Tendai-Schule bieten dem Besucher viele Tempel und Klöster mitten im Wald.
23.06. Morgen endet unsere Japan Rundreise - Wir fliegen zurück in heimische Gefilde. Wir hoffen, dass nicht wieder eine Aschewolke unsere Ankunft trübt.
24.06. Ohne weitere Zwischenfälle erreichen wir Frankfurt am Main. Ein häufig beobachtetes Phänomen nach einer Japan-Reise ist die Ungeduld mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Deutschland, namentlich der DB. Während das viel stärker frequentierte Shinkansen Netz nur 0,3min Verspätung pro Tag generiert, trifft der Zug von Herrn Koyama schon nach 10 min Verspätung ein, was hier schon pünktlich ist. Im Zug ist dann der reservierte Platz belegt, die Sitzplatznummern sind kaum lesbar, so klein sind sie geschrieben. Überdies herrscht eine gespenstische Dunkelheit in den Waggons. Auf Japan-Rundreisen erlebt man tagtäglich, dass es auch anders gehen kann. Aber so ist eben jedes Land anders.
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